Ev. Kirchengemeinde Groß Zicker
Ev. Kirchengemeinde Groß Zicker
Die Dorfkirche in Groß Zicker ist das älteste Gebäude auf Mönchgut, dem südöstlichen Zipfel der Insel Rügen. Sie wurde um 1400 errichtet, nachdem das Kloster Eldena 1360 das "Land Zicker", den südlichen Teil des Mönchgut, erworben hatte. Der Innenraum mit dem fünfseitigen, kreuzrippengewölbten Chor und dem flachgedeckten Schiff hat im Wesentlichen bis heute seine ursprüngliche Gestalt bewahrt.
Zu den ältesten Ausstattungsstücken gehören die Altarmensa, der Sakramentsschrein und eine der Glocken. Letztere - übrigens eine der ältesten auf Rügen - trägt den im Mittelalter traditionell üblichen Glockenspruch. O rex glorie christe. veni cum pace. (Christus, König der Herrlichkeit, komme mit Frieden).
Im Verlauf der Jahrhunderte ist der Ausstattung der Kirche manches hinzugefügt worden. Bis heute erhalten ist die barocke Kanzel von 1653, der Taufstein des Steinmetzmeisters Puppe von 1859, die Orgel der Firma Grüneberg (Stettin) von 1864 und die Sonnenuhr an der Südseite der Kirche vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Zu den neueren Ausstattungstücken der Kirche zählen zwei Glocken, die im Jahre 2000 angeschafft wurden.
Besonders bemerkenswert ist, dass einige Stücke in der Kirche in einer besonderen Beziehung zur Seefahrt stehen. Da sind zum einen die kleine bunten Fensterscheiben aus der Zeit um 1600, die vermutlich von Seefahrern mitgebracht wurden. Aus Sicherheitsgründen sind diese zur Zeit allerdings nur als Foto in der Kirche zu sehen.
Zum zweiten steht auch der Radleuchter im Kirchenschiff in einer besonderen Beziehung zur Seefahrt: Er wurde 1868 von den Thiessower Lotsen für die Kirche gestiftet. Ihre Namen sind auf der Außenseite des Leuchters eingraviert.
Und ebenfalls in Verbindung zur Seefahrt steht natürlich das Modell des Lastenseglers, das der Greifswalder Segler, Pastor und Buchautor Gerhard Dallmann 2001 der Kirche gestiftet hat.
Die Kirche, die von Ostern bis Ende Oktober täglich geöffnet ist wird alljährlich von ca. 40.000 Menschen besucht. Gottesdienst ist im Juli und August jeden Sonntag um 11 Uhr, ansonsten alle zwei bzw. im Winter alle vier Wochen. Im Juli und August sind jeden Donnerstag Konzerte und Veranstaltungen.
Ebenfalls zur Kirchengemeinde gehört das Pfarrwitwenhaus Groß Zicker. Es wurde 1720 errichtet und ist heute eines der ältesten, original erhaltenen Bauernhäuser auf Mönchgut. Auch dieses Haus ist von Ostern bis Oktober geöffnet und präsentiert jährlich wechselnde Kunstausstellungen. Im Juli und August sind hier jeden Mittwoch Abendveranstaltungen.
Öffnungszeiten Kirche und Pfarrwitwenhauses:
April - Mai: mo - sa 10:00 - 17:00 / so 13:00 - 17:00
Juni: mo - sa 10:00 - 18:00 / so 13:00 - 18:00
Juli - August: mo - sa 10:00 - 19:00 / so 13:00 - 19:00
September: mo - sa 10:00 - 18:00 / so 13:00 - 18:00
Oktober: mo - sa 10:00 - 17:00 / so 13:00 - 17:00
Middelhagen
Die Dorfkirche in Middelhagen ist ein Backsteinbau aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Sie ist bis heute der Mittelpunkt des im 13. und 14. Jahrhunderts von den Mönchen des Klosters Eldena bei Greifswald angelegten Dorfes Hagen.
Zu den bis heute erhaltenen ältesten Teilen der Kirche gehören der Altarraum mit Gewölbe, die Wände des Kirchenschiffes und u.U. Teile des Kehlbalken-Dachstuhls. Besondere Beachtung verdient auch die Kuppa des Taufsteins: Da sie im 19. Jhd überarbeitet wurde, ist eine Datierung nur noch schwer möglich. U.U. stammt sie aber noch aus der Kirche in Reddevitz, in der sie z.B. als Weihwasserbecken gedient haben könnte.
Äußerlich fällt besonders der wuchtige Treppenturm ins Auge, der allerdings ein Anbau aus späterer Zeit ist (vermutlich 17. Jahrhundert). In dieser Zeit ist vermutlich auch das Kirchenschiff eingewölbt worden.
Das schönste Ausstattungsstück der Kirche ist der mittelalterliche Katharinenaltar. Wie er nach Middelhagen gelangte, ist unklar. U.U. hatte er ursprünglich seine Heimat in Stralsund und ist nach dem 30 jährigen Krieg nach Middelhagen gelangt, Als das Mönchgut Pfandlehen der Stadt Stralsund war. Zur ursprünglichen Ausstattung der Kirche hat dieser Altar aber mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gehört.
Besonders bemerkenswert sind neben dem Altar das Votivschiff "Perth", das die Göhrener Lotsen 1842 der Kirche stifteten. Die Orgel - 1862 errichtet - stammt aus der Werkstatt des Barnim Grüneberg (Stettin). Kanzel und Kastengestühl stammen aus der Zeit des Barock.
Die Kirche ist übrigens oftmals gemalt worden: Zu ihren prominentesten Malern und Zeichner zählen Adolph von Menzel (1815-1905) und Lyonel Feininger (1871-1956)
Die Kirche ist von Ostern bis Ende Oktober täglich geöffnet. Gottesdienst ist im Juli und August jeden Sonntag um 20 Uhr, ansonsten alle vier Wochen und zu den hohen kirchlichen Festen. Im Juli und August finden jeden Freitag Konzerte in der Kirche statt.
Öffnungszeiten Kirche:
April - Mai: mo - sa 10:00 - 17:00 / so 13:00 - 17:00
Juni: mo - sa 10:00 - 18:00 / so 13:00 - 18:00
Juli - August: mo - sa 10:00 - 19:00 / so 13:00 - 19:00
September: mo - sa 10:00 - 18:00 / so 13:00 - 18:00
Oktober: mo - sa 10:00 - 17:00 / so 13:00 - 17:00
Göhren
Die Göhrener Kirche ist - neben der Kirche in Baabe - der jüngste Kirchenbau auf Mönchgut. Erst 1913, bedingt durch den stark anwachsenden Tourismus - wurde Göhren eine selbständige Kirchengemeinde. Und erst 1929 konnte auch der Grundstein für eine eigene Kirche gelegt werden. Sie wurde am 16. Mai 1930 geweiht.
Äußerlich beeindruckt die Kirche besonders durch ihre wuchtige Doppelturmfassade. Bedingt durch ihre erhöhte Lage sind die Türme überall auf Mönchgut zu sehen. Im Innern ist die Kirche ein schlichter Saalbau. Zur Ausstattung gehören die Buntglasscheiben im Altarraum und die Kreuzigungsgruppe auf dem Altar. Letztere stammt aus Oberitalien aus der Werkstatt Stufflesser. Bemerkenswert ist, daß Maria und Johannes hier in der Mönchguter Tracht dargestellt sind.
Zu den besonderen Ausstattungsstücken zählt auch das Votivschiff: Der Göhrener Paul Strübing hat die Bark "Seeadler" bereits 1913 gebaut und der Kirche nach ihrer Fertigstellung geschenkt. Das Schiff ist also älter als die Kirche selber.
Zu den neuesten Ausstattungsstücken zählt die digitale Konzertorgel, die 2002 in der Kirche eingebaut worden ist. Sie wird sowohl für den Gottesdienst als auch für Konzerte genutzt.
Die Kirche ist von Ostern bis Ende Oktober täglich geöffnet. Gottesdienst ist jeden Sonntag um 9.30 Uhr. Im Winter findet dieser allerdings im Saal des Altenhilfezentrums (G.-Hauptmann-Str. 3) statt. Im Juli und August ist jeden Dienstag ein Konzerte in der Kirche.
Öffnungszeiten Kirche:
April - Mai: mo - sa 10:00 - 17:00 / so 13:00 - 17:00
Juni: mo - sa 10:00 - 18:00 / so 13:00 - 18:00
Juli - August: mo - sa 10:00 - 19:00 / so 13:00 - 19:00
September: mo - sa 10:00 - 18:00 / so 13:00 - 18:00
Oktober: mo - sa 10:00 - 17:00 / so 13:00 - 17:00